FDP fordert Masterplan Wald

Dieses Thema im Forum "Dormagen" wurde erstellt von Roki Portal Redaktion, 9 Juli 2019.

  1. 09.07.2019 / 17:15 Uhr — bs

    Foto: Dormago - bs [​IMG]
    Der Mühlenbusch bei Ückerath
    Der Rhein-Kreis Neuss gehört mit einem Waldflächenanteil von 8,3 % zu den waldärmsten Regionen in Deutschland. Grund dafür ist die schon vor Jahrhunderten begonnene Besiedelung des Rheintals und die landwirtschaftliche Nutzung des fruchtbaren Bodens. Die Folge der damit verbundenen Abholzung war eine massive Verringerung der Waldflächen mit den uns heute bekannten Folgen. Aus diesem Grund wurde bereits 1988 vom Kreis ein Waldvermehrungsprogramm verabschiedet, dem 2002 die Waldagenda 21 folgte. Gemeinsames Ziel aller an der Kreisentwicklung beteiligten Gruppen ist es dabei, zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen (z.B. Klimaschutz) und zur Verbesserung der Lebensqualität, den Waldanteil im Kreisgebiet bis zum Jahre 2100 auf 12 % zu erhöhen.
    Gemessen an der absoluten Fläche belegt die Stadt Dormagen im Kreis mit rund 12,6 % Waldfläche einen Spitzenplatz. Auch für Thorsten Günzel, umweltpolitischer Sprecher der FDP Dormagen, natürlich noch zu wenig: „Der Anteil an Waldflächen in Dormagen ist gerade einmal halb so hoch wie im Durchschnitt von NRW.“ Er fasst die bekannten Fakten einmal mehr zusammen: „Wald- und Grünflächen stehen grundsätzlich im Wettbewerb zu Wohn- und Gewerbefläche.“ Die Liberalen fordern deshalb für Dormagen einen eigenen „Masterplan Wald“. Günzel weiter: „So haben wir für Wohn- und Gewerbegebiete umfangreiche Planungen, Zukunftsversionen und Potentialflächen geplant. Das müssen wir nun für Grün- und vor allem Waldflächen nachholen.“

    Mit diesem Antrag dürfte die FDP im Einklang mit der SPD liegen. Die Sozialdemokraten haben bereits am 17. Januar d. J. die Erstellung eines „Masterplans Grün für Dormagen“, gefordert (Dormago berichtete am 03.02.19[1]). In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 19. Februar wurde die Verwaltung daraufhin gebeten, einen Vorschlag vorzulegen, wie die Grünentwicklung in Dormagen gestaltet werden kann.

    Hugo Obermann, FDP-Mitglied im Planungs- und Umweltausschuss ergänzt den FDP-Antrag: „Ein „Masterplan Wald“ soll die Verwaltung und alle Gremien und Verbände an einen Tisch bringen und nachhaltig dafür Sorge tragen, dass der Aufforstung im Stadtgebiet die nötige Aufmerksamkeit und in Zukunft auch nötige Mittel bereitgestellt werden. Er ist gleichzeitig Einladung zum Dialog. Denn für die FDP muss eine ökologische Aufwertung nicht nur sinnvoll, sondern auch machbar sein und zu allen anderen strategischen Zielen der Stadt passen“.

    Hinweis in diesem Zusammenhang::

    Der Rat der Stadt Dormagen hat in seiner Sitzung am 19. April 2016 verschiedene strategische Ziele des Konzerns Stadt Dormagen[2] definiert und beschlossen. Hier heißt es u. a.:

    Die Stadt Dormagen geht verantwortungsvoll mit Natur und Umwelt um und orientiert ihr Handeln an den Kriterien der Nachhaltigkeit.

    • In der Stadt Dormagen ist ein nachhaltiger Umgang mit dem Flächenverbrauch realisiert.
    • Die Schadstoffbelastung durch Emissionen von Industrie, Haushalten und Verkehr ist reduziert.
    • Ein Konzept zum Ausbau und Erhalt der Grün- und Freizeitflächen liegt vor.
    References

    1. ^ Dormago berichtete am 03.02.19 (dormago.de)
    2. ^ strategische Ziele des Konzerns Stadt Dormagen (www.buergerinfo.dormagen.de)

    Quellverweis DORMAGO
     

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