Viel Applaus beim Jubiläumskonzert des Kammerchors

Dieses Thema im Forum "Dormagen" wurde erstellt von Roki Portal Redaktion, 14 Juli 2019.

  1. 14.07.2019 / 12:17 Uhr — Ulrike Schmitz / bs

    Foto: Robert Terbach [​IMG]
    Der Kammerchor an der Basilika Knechtsteden feierter sein 30-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskonzert
    Warum Johann Sebastian Bach vielen Musikfreunden und -experten als der wichtigste Komponist aller Zeiten gilt? Ganz einfach: weil Bach den Mut und die Genialität besaß, aus der Reihe bzw. der Mode seiner Zeit zu tanzen und für seine einzelnen Werke eine spezifische, dem Thema angepasste Form zu finden, die ohne Abstriche überzeugt. „Jesu, meine Freude“ (BWV 227) für einen fünfstimmigen gemischten Chor ist ein Beispiel dafür. Was zwischen dem Anfangschoral und dem Schlusschoral an Formenvielfalt und an Bezügen vorzufinden ist, hat Klasse. Die von Bert Schmitz geleiteten Stimmen des Kammerchores an der Basilika Knechtsteden wurden den hohen Ansprüchen, die dieses Werk an Chöre stellt, in allen Belangen mehr als gerecht. Die Sängerinnen und Sänger verbanden Lust am Singen mit schönem Klang und einem hohen Maß an Präzision zu einer herausragenden Leistung.
    Schmitz wechselte dann vom Dirigentenpult auf den Hocker am Cembalo. Das Cembalo-Konzert in D-Dur, ebenfalls von Johann Sebastian Bach (BWV 1054), meisterte der Solist bravourös. Ihm gelang eine glänzende Interpretation des Werkes, er brillierte bei den schnell zu spielenden Passagen des Allegro. Schmitz setzte vor allem Akzente in den quicken Passagen des finalen Satzes und beim einfühlsamen, schön colorierten Adagio.

    Die selten aufgeführte Komposition „Magnificat“ des Italieners Giovanni Battista Sammartini beschloss das Jubiläums-Konzert - wie damals vor 30 Jahren beim 1. Konzert des Kammerchores. Auch hier bot der 20-köpfige Chor eine sehr fundierte Leistung, speziell das Spirituoso und das Risoluto der Gesamtkomposition mit dem Titel „Magnificat“ gefielen.

    Hervorragend begleitet wurden Sänger und Solist vom Kölner Barockorchester Consortium Musica sacra, welches auf historischen Instrumenten spielte. Zu Recht gab es in der Basilika viel Applaus für das musikalisch hohen Niveau des Nachmittags.

    Quellverweis DORMAGO
     

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