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Smith

Rechte Szene

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von am 13.11.2011 um 22:12 (206 Hits)
Wer es nicht gesehen hat:

"hier und heute", WDR, Samstag, 12.11.2011, Thema: "Der rechten Szene auf der Spur":
Der rechten Szene auf der Spur - hier und heute - WDR Fernsehen

Sendung sehen:
| WDR | WebTV |

Sendung downloaden:
http://medien.wdr.de/download/132111...e_20111112.mp4

Beklemmend, was da so im Geheimen, im Stillen gärt und von dem man nichts weiß.

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Kommentare

  1. Benutzerbild von Coffy
    Moin Gemeinde,
    moin Smith,

    in meinem Bekanntenkreis sind leider auch ein paar "Rechts-Gefährdete" Freunde. Wenn wir uns unterhalten, ist bei denen aber, im Gegensatz zum gezeigten Beitrag, die politische Unzufriedenheit. Dazu gehört das Gefühl, dass Deutschland der Zahlmann für die EU und den €uroraum ist (Thema Rettungsschirm, Abgaben ,....) als auch die "politische Entmündigung". Alleine die Aussage "Wir machen alle 4 bis 5 Jahre unsere Kreuze, aber ändern tut sich nichts. Ist doch bei den Großen keiner mehr da, der was Ändern würde" spricht schon für sich. Oft werden da Beispiele aufgeführt wie gebrochene Versprechen (z.B. Steuersenkungen, wie neulich diskutiert, welche dann an anderer Stelle doppelt und dreifach wieder reingeholt werden...). Dabei handelt es sich nicht um Hartz IV Empfänger oder Arbeitslose sonder immer mehr aus dem Mittelstand.
    Wenn man dann den "Zusammenhalt" sieh, welcher gezeigt wurde, das Kumpelhafte, dann wird einem der Einstieg aber auch recht leicht gemacht. Die steigende Gewaltbereitschaft macht mir jedoch Angst.

    Wenn man dann dazu in den Nachrichten und der Tagespresse liest, dass der Regierung Vorgeworfen wird, den Etat für den Staatsschutz (wenn ich es richtig im Kopf hab) und den Kampf und die Aufklärung gegen Rechts deutlich geschrumpft hat, wundert mich nicht mehr vieles.

    Wenn ich Parolen höre wie "Ausländer raus" könnt ich Kotzen. Wer sowas verbreitet hat aus der Geschichte nichts gelernt. Ich habe selber Arbeitskollegen und Freunde mit Migrationshintergrund und auch welche, die schon einige Generationen hier leben. Menschen, die sich hier zu Hause fühlen, für die Deutschland, das Rheinland ihre Heimat ist.

    Auch wenn man immer sagt, Geschichte wiederholt sich - so hoffe ich doch, dass die Zeit des Naziregime in Deutschland einmalig bleibt.

    Doch was kann man tun, im kleinen als auch in der Gesellschaft? Aussitzen und ignorieren ist die wohl schlechteste Idee.
  2. Benutzerbild von Linsensüppchen
    Bloß nicht den Kopf in den Sand stecken und sich nicht einschüchtern lassen. Wie das geht erzählte heute ein Radiobericht über Schüler in Wuppertal:
    Hallo ihr Trottel, 10:05: WDR 5 Das macht Mut!
  3. Benutzerbild von Smith
    Hi Linsensüppchen,

    kann es sein, daß es zu der Sendung keinen Podcast gibt? Habe nichts gefunden.

    Ergänzend deshalb hier Näheres zum Film-Projekt:

    Das Medienprojekt Wuppertal ? Hallo ihr Trottel

    Auszüge davon auf YouTube:

    HALLO IHR TROTTEL Teil 2 - YouTube

    Achtung: In der Video-Übersicht auf der YouTube-Seite kann auch Rechtsradikalen-Propaganda erscheinen, etwa Reden von Axel Reitz. Näheres zu ihm auf Wikipedia:

    Axel Reitz
  4. Benutzerbild von Smith
    Hallo Coffy,

    ich hoffe, Deine rechts-gefährdeten Freunde sind so klug, das Kreuz nicht aus doofem Protest an die falsche Stelle zu setzen ;-)

    Die steigende Gewaltbereitschaft macht mir auch Angst. Sie ist unberechenbar und sie kennt keine Grenzen, wie man ja an den NSU-Morden sieht. Blanker Haß auf System, auf Gesellschaft läßt blind auf alles einschlagen, was sich in den Weg stellt. Die sind auf Vernichtung aus. Das wird mir, meine ich, immer deutlicher, wenn man sich im Netz umschaut.

    Hier hilft auch kein Geschichtsunterricht, keine Aufklärung weiter, weil die Motivation nicht erfaßt wird - warum diese Leute blanken Haß überhaupt erst entwickeln. Ich kann mich gut an meine Jugendjahre erinnern, in denen ich auch - aber nur kurz - anfällig war für den Nationalsozialismus, für Adolf. Wenn man sich als Außenseiter empfindet, als ewigen Verlierer, wenn man nirgends Rückhalt bekommt, wenn man sich klein und schwach und unbedeutend fühlt, und dann in Filmen diese Energie und diesen Willen in Hitlers Reden, diese Kraft und Einheit in den Aufmärschen sieht, da kann so eine gebeutelte Jugendlichenseele schon schwach werden und sich mit Haut und Haaren dieser Idee verschreiben, weil ja Großes am Horizont wartet, weil eine Gemeinschaft, ein Zusammenhalt, eine Herrschaft lockt. Und wenn die NPD Familienfeste organisiert oder die Rechtsradikalen sich mit "Kamerad" anreden, dann wird für diese Zukurzgekommenen genau das hergestellt, was ihnen fehlt, was in ihnen in diesem System "verweigert" wird: Nähe, Zugehörigkeit, Anerkennung, Perspektive.

    Demnächst mehr.
  5. Benutzerbild von Coffy
    Das mit dem Kreuzchen hoffe ich auch so.
    Und ja, die rechte Szene macht einem den Einstieg leicht. Mir geht es da ähnlich wie Dir, Smith.
    Da kann man nur sehr wachsam sein, mit offenen Augen durch die Weltgeschichte gehen und sich nicht verführen lassen von der "dunklen Seite der Macht".
    Aber so wie ich hier unsere schreibenden Forenmitglieder sehe, habe ich bei Euch keine Angst, dass Ihr abdriften könntet, bei aller Politverdrossenheit, die der/die ein oder andere/r haben mag.

    Euch allen ein ruhiges, schönes und gewaltfreies Weihnachtsfest 2012 und eine ebenso schöne Zeit danach.