Deutsche Corona-Warn-App gestartet

 

Petrauschke: „Jeder hilft, der sich die App herunterlädt“

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke mit der neuen Corona-Warn-App des Bundes auf seinem Smartphone
Foto: Rhein-Kreis Neuss

 

Rhein-Kreis Neuss. Die offizielle deutsche Warn-App für den Kampf gegen das Corona-Virus ist ab heute freigeschaltet und steht in den App-Stores von Google und Apple unter „Corona-Warn-App“ zur Verfügung. Sie soll das Nachverfolgen von Infektionen erleichtern. Das Herunterladen ist freiwillig. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der die App auch selbst nutzen wird, begrüßt sie als „ein weiteres Instrument, um Infektionsketten zu brechen“.

 

„Damit die Tracing-App des Bundes wirklich helfen kann, dass im Zuge der Lockerungen für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Corona-Virus nicht wieder stark zunimmt, sollten möglichst viele Menschen sie nutzen“, sagt Petrauschke. Nach Expertenschätzungen sind 60 Prozent der Bevölkerung eine wünschenswerte Beteiligungsrate. „Jeder hilft also, der sich die App herunterlädt“, so Petrauschke, der betont, dass sie möglicherweise neben Schutzmasken, Abstandhalten und den Hygieneregeln ein weiterer wichtiger Faktor für die erfolgreiche Eindämmung des Corona-Virus werden könne.

 

Das Programm informiert den Nutzer darüber, wenn dieser sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten hat. Grundvoraussetzung dafür ist, dass das Gegenüber die App ebenfalls installiert hat. Sie ermöglicht somit persönliche Vorsorge zu treffen, indem man sich bei einer entsprechenden Warn-Meldung testen lassen kann. Petrauschke appelliert an die App-Nutzer im Rhein-Kreis Neuss, den Kontakt zum Kreisgesundheitsamt zu suchen, wenn die App ihnen eine Warnung anzeigt: “Damit können sie ein effizientes und zügiges Arbeiten unseres Gesundheitsamtes unterstützen”.

 

„Wir haben schon viel erreicht bei der Bewältigung der Corona-Pandemie“, so Petrauschke weiter. „Im Rhein-Kreis Neuss liegt die Quote der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit weniger als drei weit unter dem aktuellen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen. Wir dürfen in unseren Anstrengungen zur Einschränkung der Ausbreitung des Corona-Virus aber nicht nachlassen. Es ist daher absolut sinnvoll, jetzt auch die Chancen der Digitalisierung für den Kampf gegen Corona zu nutzen.“

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