Schichtwechsel bei den Soldaten:

Bundeswehr unterstützt Gesundheitsamt bis zum 19. Februar

Schichtwechsel beim Gesundheitsamt mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (r.)
Foto: Dieter Staniek/Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss. Die Bundeswehr unterstützt das Kreis-Gesundheitsamt auch weiter bei der Kontaktverfolgung. Jetzt gab es einen Schichtwechsel: 45 Soldaten und Zivil-Mitarbeiter unter der Leitung von Major Tim Feld, die seit Anfang November in der Kreisverwaltung tätig waren, wurden von 45 Kolleginnen und Kollegen ebenfalls vom Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr Köln abgelöst. Mindestens noch bis zum 19. Februar sind die neuen Kräfte, deren Chef Oberstleutnant Matthias Spitzer ist, insbesondere bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt tätig.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke dankte Major Tim Feld und seiner Truppe für die außerordentliche Einsatzbereitschaft in den vergangenen Wochen. „Ich bin der Bundeswehr sehr dankbar. Ihre Unterstützung kam angesichts steigender Infektionszahlen zur rechten Zeit. Sie waren eine große Hilfe und haben mit dazu beigetragen, zusammen mit unserem Gesundheitsamt die Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen”, betonte Petrauschke. An die neuen Kräfte gerichtet, sagte er: „Wir freuen uns über Ihre Bereitschaft zu helfen und können die Hilfe weiterhin sehr gut gebrauchen.“

Der aktuelle Einsatz läuft bis zum 19. Februar. Die insgesamt 45 eingesetzten Soldaten und zivilen Mitarbeiter engagieren sich ebenso wie die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes an sieben Tagen in der Woche im Zwei-Schicht-System von 6.30 Uhr bis 21.30 Uhr in der Kontaktnachverfolgung. Von Anfang an arbeiten sie in festen, erfahrenen Teams mit. Die Kontaktnachverfolgung bleibt ein wichtiger Baustein im Kampf gegen das Coronavirus: Personen, die Kontakt mit Infizierten hatten, werden kontaktiert und unter bestimmten Voraussetzungen in Quarantäne geschickt.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wies darauf hin, dass normalerweise 100 Mitarbeiter im Gesundheitsamt arbeiten, die Belegschaft aber mittlerweile auf rund 350 – unter ihnen auch Teilzeitkräfte – aufgestockt worden sei. Allein die Abteilung Infektionsschutz sei um das Zwanzigfache angewachsen.