Testemal

Förderprojekt des Kreises: Erste Schulen
mit Online-Workshops zur digitalen Bildung

Symbolbild

Rhein-Kreis Neuss. Die digitale Bildung von Kindern fördert die vom Kreis unterstützte Haba-Digitalwerkstatt an der Krefelder Straße in Neuss. Jetzt profitierte die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim aus der Gemeinde Rommerskirchen von dem Angebot.

 

„Wichtiger Bestandteil des Förderprojekts ist es, möglichst die Gesamtheit aller Grundschulen im Rhein-Kreis Neuss mit den Angeboten der Haba-Digitalwerkstatt zu erreichen, um vielen Kindern schon früh einen Zugang zur digitalen Bildung zu bieten“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Das Projekt ist Teil der Digitalisierungsstrategie „Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss“. Ein Ziel sei es, „Innovationsorte für möglichst zahlreiche Zielgruppen bei uns zu schaffen“, so Petrauschke.

 

Als erste Schule profitierte nun die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim vom Angebot „Let’s Dance mit Scratch“. Mit der Open-Source-Programmier-Software ließen insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b in einem zweistündigen Workshop auf ihren Bildschirmen Figuren tanzen. Sie wählten passende Hintergründe, Kostüme und Klänge, programmierten Schleifen und freuten sich am Ende über ihre eigens entworfene Tanzparty. Die Klasse wurde dazu in zwei Gruppen aufgeteilt, die jeweils von zuhause und aus der Notbetreuung der Schule über die Konferenz-Software „Teams“ an dem Workshop teilnahmen. 

 

Klassenlehrerin Jutta Edelkötter zeigte sich begeistert: „Das war ein tolles Abenteuer.“ Besonders stolz waren die Kinder, dass am Ende ihre Ergebnisse mit der Klasse geteilt wurden. „Ich mach‘ weiter mit Scratch und habe schon etwas für meine kleine Schwester programmiert“, berichtete eines der Kinder.

 

„Wir arbeiten weiter an unserem digitalen Konzept und sind für unterschiedliche Pandemie-Szenarien gut aufgestellt”, so Julia Strzelczyk, Standortleitung der Haba-Digitalwerkstatt Rhein-Kreis Neuss. Alle Kinder zuhause, ein Teil in der Schule, der andere Teil zu Hause oder alle in der Schule, die Digitalwerkstatt online zugeschaltet – für verschiedene Anwendungsfälle hat sich das Team Lösungen überlegt.

 

„Unser Ziel ist es, den Kindern in dieser herausfordernden Zeit Erfolgserlebnisse zu verschaffen und die Möglichkeiten der digitalen Bildung auch bei den Lehrkräften bekannter zu machen”, erläutert Strzelczyk. Bis in den Sommer hinein seien schon Schul-Workshops gebucht. Strzelczyk beobachtet ein hohes Interesse und freut sich insbesondere über die Offenheit der Lehrkräfte, neue Konzepte in den Unterricht zu integrieren.

 

Mit der Haba-Digitalwerkstatt können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auf eine spielerische Lernreise durch die digitale Welt gehen. Sie bauen Roboter, programmieren Spiele, drehen Animationsfilme oder gestalten Kunst und Musik. Wer sich für die kostenlosen Schul-Workshops interessiert, kann sich unter neuss@digitalwerkstatt.de einen der noch freien Termine sichern.